Männerchor Schmiedrued im Val Poschiavo – Schnee, Kehren und gute Laun 

Früh am Freitagmorgen, des 26.September, versammelten sich die Männerchörler samt Partnerinnen beim Schulhaus Walde – erstaunlich pünktlich, trotz manch letzter Krawattenkontrolle. Der Frey-Car wartete schon, und Chauffeur wie Reiseleiter wussten: Eine gut gelaunte Truppe war unterwegs!

Über den Hirzel, Zürich und den Walensee ging’s zügig Richtung Sargans, wo im Hotel Post der erste Kaffeehalt auf dem Programm stand. Gestärkt durch Koffein und Gipfeli rollte der Car weiter – durch die Bündner Herrschaft, das Domleschg und über den Julierpass. Das Ziel: Pontresina. Dort wartete im Hotel Morteratsch ein feines Mittagessen, das sich die Reiseschar redlich verdient hatte.

Die geplante Wanderung fiel dann allerdings – wortwörtlich – ins Wasser bzw. in den Schnee. Der Himmel meinte es zu gut mit der weissen Pracht, und da niemand auf dem Julier als Lawinenopfer Schlagzeilen machen wollte, entschieden wir uns gegen das Abenteuer auf glattem Terrain.

Also rein in den Car – und weiter ging’s über unzählige Bernina-Kehren ins schöne Val Poschiavo. Im Hotel Semadeni und Hotel Suisse wurden die Zimmer bezogen, und dank der besten Kontakte unseres Reiseleiters, Kuno Matter, war rasch für Ersatzprogramm gesorgt: Wahlweise durfte man in einer Weberei mit Museum staunen oder in der Brauerei degustieren. Wie zu erwarten, war die Biergruppe erstaunlich gut besetzt – reine Statistik natürlich.

 

Nach einem feinen Nachtessen und einem letzten Verdauungsschnaps (oder zwei) klang der erste Reisetag harmonisch aus – manche behaupten sogar, es sei noch gesungen worden.

 

Am Samstag hiess es dann: Kultur pur! Nach einem reichhaltigen Frühstück führten uns Herr und Frau Passini in zwei Gruppen durchs Wakkerdorf 2025 Poschiavo. Die Geschichten über Zuckerbäcker, Palazzi und den legendären Gemeinschaftssinn beeindruckten – und machten fast ein bisschen stolz auf die kleine Schweiz mit ihren grossen Taten.

Zum Abschluss durfte natürlich der Gesang nicht fehlen: In der Dorfkirche gaben die Männerchörler ein kleines, aber feines Konzert für die Mitreisenden und die Dorfführerinnen – und das Echo war fast so schön wie die Aussicht.

 

 

Nach dem Mittagessen im Restaurant Veduta in Chinuos-chel nahm die Gruppe Abschied vom sonnigen Puschlav. Über den Flüelapass ging’s zurück ins Ruedertal, wo man gegen Abend eintraf – müde, aber zufrieden. Einige liessen den Tag (und die Reise) noch gemütlich im Restaurant Sternen ausklingen – selbstverständlich nur zur Stimmenpflege.

Fazit: Eine rundum gelungene Reise – mit Schnee, Charme, Kultur, Kulinarik und jeder Menge guter Laune. Oder wie einer der Chörler meinte:

„So schön, dass wir fast vergessen haben, dass wir eigentlich Sänger sind!“